13.3.21-Schatten unter der Sonne. Windkraft in der Ägäis

Video: Weltspiegel-Reportage: Schatten unter der Sonne

Windkraft in der Ägäis 

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In Griechenland sind während des Lockdowns und teils im Verborgenen Pläne für gigantische Windparks entwickelt oder umgesetzt worden. Mit der Folge, dass europäische Naturschutzgebiete und Kulturdenkmäler zerstört werden.

Griechenland will bis 2030 die Energiewende, weg von der Kohleverstromung, hin zu erneuerbaren Energie schaffen. Doch was die Regulierungsbehörde an Anlagen genehmigt hat, übersteigt die dafür benötigten Ziele um mehr als 100 Prozent. Es geht also auch um das Geschäft mit der Grünen Energie: den Profit beim Bau der Infrastruktur und der Windräder sowie um den Export von grünem Strom.

Immer mehr Unterstützer für die Inseln und ihre Bewohner

Akis Papasarantis von der "Bürgerbewegung zur Rettung der kleinen Inseln der Ägäis" sieht sich den "Friedhof der Windräder" auf Evia an. 2001 wurde hier ein Windpark errichtet, inzwischen dreht sich kein Windrad mehr, aber niemand entsorgt die Reste.

Akis Papasarantis von der “Bürgerbewegung zur Rettung der kleinen Inseln der Ägäis” sieht sich den “Friedhof der Windräder” auf Evia an. 2001 wurde hier ein Windpark errichtet, inzwischen dreht sich kein Windrad mehr, aber niemand entsorgt die Reste. | Bild: BR / Stelios Efstathopoulos

Fast alle Inseln der Ägäis kommen für die industriellen Großprojekte in Frage, auch Natura 2000 Gebiete, also von der EU als besonders schützenswert eingestufte Landschaften. Die griechische Umweltbehörde hat schon lange Alarm geschlagen, wurde aber übergangen. Jetzt gibt es immer mehr Unterstützer für die Inseln und ihre Bewohner in Europa. Europa nostra hat fünf der Kykladeninseln in die Rubrik der “sieben gefährdetsten Orte” eingestuft, um sie vor der Zerstörung zu bewahren. Sind die Inseln noch zu retten?

Ein Film von Anja Miller

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